Die Jahre 1967 – 1991

Das 7ner Chörli verstand sich als reines Freizeitchörli. Entsprechend locker war auch der Übungsplan angesetzt. Jede zweite Woche traf man sich im Werkraum des Schulhauses Mittelhäusern zur Probe. Die Hobelbänke schob man etwas zur Seite. Anfangs war es kein Problem, wenn bis zum Beginn der Probe - meistens erst gegen 21 Uhr - einige Sänger ihren Stumpen fertig rauchten. Für das Einüben neuer Lieder wurde eine Klavierspielerin aus dem Bekanntenkreis engagiert. Die Allererste war Elisabeth Falb, Tochter des damaligen Drogisten in Niederscherli. Bereits im ersten Vereinsjahr trat das Chörli an der 7ner Tagung in Biel auf. Die Chörler wurden dabei ermuntert „in diesem Sinne weiterzuarbeiten“ (Zitat aus Protokoll). Im gleichen Protokoll ist zu lesen: „Infolge des nötigen (fehlenden) Kleingeldes konnte der Kassier keine Jahresrechnung abfassen“. Es wurde dann beschlossen, einen Jahresbeitrag von 10 Franken zu erheben. Neue Aktivmitglieder wurden nur bei Bedarf aufgenommen. „Zudem müssen sie einen guten Leumund haben sowie über genügend Stimm- und Tonbildung verfügen“ (Ende Zitat).

1971 trat das 7ner Chörli dem Bernisch Kantonalen Jodlerverband bei, obschon keine Absicht bestand aktiv an Jodlerfesten teilzunehmen. Ein Jahr später kaufte sich jeder Chörler eine Burgunderbluse. Von nun an erschienen die 7ner Chörler bei ihren Auftritten in der unverkennbaren, blauen Fuhrmannsbluse. Ein erster Höhepunkt in der jungen Chörligeschichte war die Organisation und Durchführung der 7ner Tagung in Niederscherli im Jahre 1975. Zehn Jahre später folgte ein weiterer Grossaufmarsch: 60-Jahrfeier der Vereinigung der ehemaligen 7ner Dragoner in Ins im Jahre 1985.

Die 7ner Chörler, in ihren gefälligen  Burgunderblusen und  den wohlklingenden Jodelliedern, waren weiterhin sehr beliebt und gefragt, um die verschiedensten Vereinsanlässe gesanglich zu umrahmen. An erster Stelle kamen indessen die Auftritte bei den ehemaligen Dragonern: 7ner Dragonerchampionat, Springkonkurrenz des Kavallerie Reitvereins Niederscherli. Ganz wichtig war den Chörlern jedoch stets die Pflege der Kameradschaft. Diese wurde speziell bei 

Geburtstagsfeschtli von Sängerkameraden, Brätliabenden sowie der praktisch jährlich durchgeführten Chörli Reisen gelebt.

Die Jahre 1992 – bis Heute

20 Jahre nach Abschaffung der Dragonertruppen in der Armee  wurden die Statuten in dem Sinne geändert, dass neu auch Männer, welche nicht der damaligen Dragoner Schwadron 7 angehörten, als Aktivmitglieder dem 7ner Chörli beitreten konnten.

Während 32 Jahren leitete Fritz Hänni das 7ner Chörli. 1999 trat er als Dirigent zurück. Für seine grossen Verdienste wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Markus Nydegger war bereit das Dirigentenamt zu übernehmen. Ohne die Leistung von Fritz in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, darf man sagen, dass mit Markus eine neue Ära anbrach. In den letzten paar Jahren waren dem 7ner Chörli acht junge gesangs- und jodelfreudige Männer beigetreten. Diese wollten gesanglich etwas mehr leisten. So wurde neu wöchentlich geprobt. Mitte 2006 musste indessen Markus die Leitung des Chörlis aus beruflichen und zeitlichen Gründen bereits wieder abgeben. Philipp Schenk aus Oberbalm konnte als Nachfolger gewonnen werden. Es ist ein Privileg unseres Klubs, dass sowohl Fritz Hänni als auch Markus Nydegger weiterhin aktiv mitsingen.

Nach über 30 Jahren 7ner Chörli wagten wir uns im Jahr 2002, ein Jodlerkonzert sowie  das Sternenberg Jodlertreffen durchzuführen. Beides wurde ein Erfolg. Das nächste Konzert folgte 2007. Im Chörli,und insbesondere bei den jungen Mitgliedern, herrschte eine gewisse Aufbruchstimmung. Sie wollten nach wie vor etwas mehr leisten. Mit dem grossmehrheitlichen Segen der „alten“ 7ner-Chörler bildeten sie das Kleine 7ner Chörli. Später änderten sie den Namen und bis heute nennen sie sich Nachtbuebe-Chörli. Es singen jetzt auch zwei Frauen mit. Geleitet werden sie ebenfalls von Philipp Schenk. Seit 2009 wird das Jodlerkonzert in der Mehrzweckhalle Oberbalm mit grossem  Erfolg jährlich durchgeführt.

Nachtbuebe-Chörli
7ner Chörli,  Niederscherli

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